Nähkästchen

Kunterbunte Schätze!

Wer die Hoffnung aufgibt, hat bereits verloren!

V A G U S N E R V   Wir haben Kräfte in uns, die uns zur Seite stehen, damit wir dieses Leben erfolgreich, sinnerfüllt, kraftvoll und gesund leben können (Dr. med. Ingfried Hobert).

VAGUSNERV: „Der Vagusnerv bringt den Körper wieder in eine ausgeglichene Balance. Wenn die Dinge aus dem Gleichgewicht geraden, sorgt er wieder für Einklang. Wenn zuviel Adrenalin im Körper gebildet wird, kann das zu Entzündungen und Krankheiten führen. Der Vagusnerv gleicht dieses Ungleichgewicht aus; vorausgesetzt er funktioniert.

Wenn wir im Stress (Medien, Angst, Politik, Nachrichten, persönliche Probleme etc.) sind, bildet der Körper dauernd zu viel Adrenalin, weil wir unbewusst um das Überleben kämpfen. Der Körper ist  im Gefahrenmodus und reagiert so wie zu Urzeiten mit seinen drei Überlebensstrategien (Erstarrung, Flucht oder Kampf). Wenn der Zustand des Gefahrenmodus zu lange anhält oder chronisch wird, kann zu verschiedenen Gesundheitsstörungen  führen wie Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose, Rheuma, Gicht, Darmentzündung, Kolitis, neurodegenerative Erkrankungen usw.

Die adrenalinlastige Lebensweise ist zu hinterfragen, und der Körper ist wieder in einen ruhigen und ausgeglichenen Zustand zu bringen. Dafür bewährt haben sich  Atemübungen, Meditation, Yoga u.a.

Ohne Aufladung der leeren Akkus schlittert der Körper langfristig im Stressmodus mit dem Adrenalinüberschuss in eine Silent Inflammation Erkrankung! Der Vagusnerv kann das Feuer löschen und den Ausgleich herbeiführen, vorausgesetzt er funktioniert!

Jede Stresssituation stellt für den Körper eine Lebensbedrohung dar, er reagiert automatisch vegetativ autonom ohne unser Zutun. Er will sein Überleben sichern! Er will für die Gefahr gerüstet sein. Das geschieht reflexartig, autonom, automatisch, ob wir das nun wollen oder nicht! Dies alles passiert unter der Bewusstseinsschwelle aus dem Stammhirn, dem ältesten Bereich im Gehirn.

Erstarrung bedeutet, neben sich stehen, außer sich sein, sich von außen beobachten, nichts tun, so tun, als ob man nicht da wäre, aus Angst nicht mehr aus dem Haus gehen, gar nicht reagieren, sich alles gefallen lassen, usw.

Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass die drei Überlebensstrategien im Anlassfall genau die richtige lebenssichernde Strategie sein können, was aber auf die täglichen Alltagssituationen im Büro und zu Hause meistens jedoch nicht zutrifft!

Die gute Nachricht! Der Vagus hat einen vorderen Vagusast, der eröffnet uns nun eine vierte Überlebensstrategie: Die soziale Kooperation, aufeinander zugehen, zusammen Lösungen finden, lächeln, Kommunikation, Höflichkeit, Taktgefühl, Verständnis, Respekt, Achtung, Infoaustausch. Je mehr wir von dieser Biochemie haben, desto wacher, klarer und zielführender sind wir in unserem Verhalten, dann reagieren wir nicht mit einem Wutausbruch (Kampfmodus), sondern wir agieren zB mit einem aufklärenden Gespräch. Anstatt des Fluchtverhaltens im Büro agieren wir sozial kooperativ. Anstatt der Erstarrung vor dem Chef agieren wir mit Vernunft und Selbstvertrauen.

Die Überlebensstrategie, das Erstarren (zB bei Mobbing, Selbstwertverlust) kann zu sehr ernsthaften Erkrankungen führen, wie Burnout, Erschöpfung, Krebs, Stoffwechselentgleisung usw.

Wir dürfen den vorderen Vagusast stärken, damit wir im Alltag schnell wissen, welche Überbenesstrategie nun die beste ist, manchmal ist auch das Weggehen aus einer Situation das Beste, bevor wir seelischen Schaden daran nehmen! Und manchmal können ein paar harsche Worte heilsam für unser Gegenüber sein. 

Ziel ist es, eine Situation mit  Vernunft und Hausverstand zu erkennen, und adäquat  zu agieren – Wo liegt die Gefahr? Was geht da vor sich? Wie kann ich das Problem lösen? Was ist mein Anteil daran? – um wieder in Balance zu kommen.

Ganz wichtige Fragen: „Was tut mir gut, und was nicht?“ Ist das gut für mich? Ist das gut für den anderen? Wenn es nur für mich gut ist, und für den anderen nicht, ist es Egoismus. Wenn es nur für den anderen gut ist, und für mich aber nicht, dann ist es Selbstausbeutung und Lebensenergieverlust. Denn jedesmal, wenn wir etwas machen, was wir innerlich strikt ablehnen, verlieren wir Lebensenergie, das ist ein Urnaturgesetz!

Wenn wir krank sind, funktioniert der Vagusnerv nicht richtig, weil es ja seine Aufgabe ist, uns vor Gesundheitsstörungen zu schützen!

Übung für eine Vagusnerv Stärkung: Bei Angst tief durchatmen, für das Ausatmen länger brauchen, weil beim Ausatmen der Vagusnerv aktiviert wird! Diese Übung bitte auch dann machen, wenn Sie sich wohl fühlen, zB täglich 5 min. bewusst tief einatmen und länger ausatmen.

 Die schnelle Atmung und schnellerer Herzschlag bei einer Aufregung sind Zeichen vo einer vermehrten Adrenalinausschüttung, der Sympatikus arbeitet auf Hochtouren.

Wenn wir normal atmen, atmen wir ca. 1/2 l Sauerstoff ein und  Kohlendioxid aus. Wenn wir unseren Atmen beobachten und tief einatmen, können es 2,5 l Sauerstoff beim Einatmen sein, bis 5 l Sauerstoff bei einer sehr tiefen Einatmung sind möglich. Bei so viel Sauerstoff geschieht eine tiefere Entgiftung und Reinigung vom Körper, und viel mehr Kohlendioxid und Toxine werden ausgeleitet.

Deshalb bei jeder stressigen Situation, wenn wir Stress verspüren, hinhorchen, darauf achten, bewusst in die Entspannung und in den Ausgleich gehen, raus aus der Adrenalindominanz!

Machen wir uns ein tägliches Zeitfenster von 5 Minuten zum tiefen bewussten Ein- und Ausatmen. Damit stärken wir den Vagusnerv, den Parasympatikus, werden wacher, präsenter und mehr in uns gefestigt.

Täglich 10 min. Meditation im Schneidersitz und in der Stille, wo wir nur den Atemfluss beobachten, wirkt auf den Vagusnerv entspannend! Oder ein selbst verfasstes Gebet beten; positive Affirmationen laut vorlesen, aus einem positiven Buch laut rezidieren, das alles sind bewährte Entspannungstechniken, nebenbei füllen sie auch unseren Glücksspeicher wieder auf.

Wenn unser Vagusnerv gut arbeitet, fühlen wir uns gut und stark, wir sind selbstbewusst und haben Selbstverantwortung. Wir agieren im Leben anstatt nur zu reagieren.

Nocheinmal zur Erinnerung: In einer akuten Stresssituation kommt es zu einer maximalen Adrenalinausschüttung. Die Stresssituation kann real, eingebildet, erdacht oder durch eine äußere Reizeinwirkung (Medien, Film, Nachrichten, Politik usw.) entstehen. In jedem Fall bereitet sich der Körper auf die Gefahrensituation vor. Der Puls geht hoch, der Blutdruck steigt, Adrenalin wird ausgeschüttet, die Muskeln spannen sich an, Zucker wird freigesetzt, die Verdauung steht still, der Magen steht still, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, der Stoffwechsel wird heruntergefahren, Cholesterin wird freigesetzt. Die Antikörperbildung läuft auf Hochtouren, weil der Körper sich schon auf Wunden vorbereitet, die schnell geschlossen werden sollen, und auch gegen eindringende Bakterien und Viren.

Wo soll die Menge an Antikörper hin? Sie können sich gegen den Körper selbst richten und zu Autoimmunschwächen führen. 

Seit einiger Zeit zeigt sich bei vielen Menschen eine neue, vierte, Lebensstrategie; „Das den anderen Gefallen wollen.“ Menschen sagen Ja, obwohl sie Nein meinen. Danach ärgern sie sich über sich selbst, dadurch produziert der Körper autoaggressive Biochemie! Diese autoaggressiven Impulse können im Darm zu Leaky Gut, Durchblutungsstörungen, Zahnfleischbluten, Paradontose, Stoffwechselstörung usw. führen. Dieser autoaggressive Dauerstress bedingt zu viele Antikörper im Blut, weil wir zu oft Ja sagen, obwohl wir ein Nein meinen…

Was die Dauermedikamentation betrifft, wenn nach ein paar Wochen keine Verbesserung eintritt, ist es wohl nicht das richtige. Ein gutes Medikament erhöht das Wohlgefühl, erleichtert oder senkt die Entzündungswerte, macht den Körper gesund und leistungsfähig! ( Dr. med. Ingfried Hobert, Wissenschaftler und Forscher)